Erschöpfungssyndrom
Was ist Erschöpfungssyndrom?
Definition
Das Erschöpfungssyndrom (chronische Erschöpfung / CFS) ist eine komplexe Erkrankung, die durch anhaltende, lähmende Müdigkeit gekennzeichnet ist, die durch Ruhe nicht gelindert wird. Häufig gehen körperliche und kognitive Symptome damit einher.
Häufige Ursachen
- Virale Infektionen (z.B. nach COVID-19, Epstein-Barr-Virus)
- Chronischer Stress und Burnout
- Immunsystemstörungen
- Hormonelle Dysregulation
- Psychische Erkrankungen wie Depression
Physiologische und pathologische Mechanismen
- Mitochondriale Dysfunktion (gestörte Energieproduktion in Zellen)
- Chronische Entzündungsreaktionen
- Dysregulation des autonomen Nervensystems
Wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Erschöpfungssyndrom versteht
Chronische Erschöpfung entspricht in der TCM einem Mangel an Qi, Yang oder Jing (Essenz). Häufig sind Milz-Qi-Mangel, Nieren-Yang-Mangel oder Herz-Blut-Mangel verantwortlich für das fehlende Vitalitätsgefühl.
Behandlungsprinzipien
Akupunktur
Punkte wie ST 36, SP 6, BL 23, und CV 6 stärken Qi und Yang, tonisieren die Milz und Niere und verbessern die Energieproduktion.
Tuina-Behandlung
Tonisierende Massagen entlang der Rückenmeridiane zur Stärkung des Nieren-Yang und Milz-Qi.
Traditionelle Chinesische Medizin
Tonisierende Rezepturen wie Bu Zhong Yi Qi Tang heben das Milz-Qi und stärken die Vitalenergie.
Anpassungen des Lebensstils
Dosierte Aktivität mit angepassten Ruhephasen (Pacing), Schlafhygiene, nährstoffreiche Ernährung, Stressmanagement.
Wann Sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten
Warnzeichen
- Anhaltende Erschöpfung nach viralen Infekten
- Herzrhythmusstörungen oder Atemnot
- Plötzlicher Gewichtsverlust
Wann Sie eine Klinik kontaktieren sollten
Bei ungewolltem Gewichtsverlust, Fieber oder Atemnot einen Arzt aufsuchen, um organische Ursachen auszuschliessen.
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